Beliebte Sommeraktivität: Der Besuch im Freibad
Kurzurlaub um die Ecke, so oder so ähnlich fühlt sich ein Freibadbesuch am Wochenende oder in den Ferien an. Das nächste Becken unter freiem Himmel ist oftmals nicht weit entfernt und sorgt für eine willkommene Abkühlung in heißen Zeiten. Egal, ob einfach die Sonne zu genießen, Zeit mit Freunden oder der Familie zu verbringen oder sich ins kühle Nass zu stürzen und sportlich zu betätigen: Die Deutschen sind echte Freibadliebhaber*innen! Die knapp 2700 Freibäder und ca. 500 Naturbäder, die es hierzulande laut Statista gibt, erleben speziell bei Temperaturen um die 30 Grad regelmäßig einen echten Besucheransturm. Allein in Berlin gab es 2018 pro Freibad im Schnitt 183.000 Besucher*innen. Aber auch in Baden-Württemberg, Hessen, Bayern, NRW und den übrigen Bundesländern suchen an Sommertagen zig tausende Menschen eine Erfrischung. Laut der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen wurden 2023 7,7 Millionen Badbesuche gezählt.
Wo das Baden am günstigsten ist
Die Stadt Lübeck, unweit der Ostsee, liegt beim großen Freibad-Vergleich in diesem Jahr an der Spitze und lockt Besucher*innen im Schnitt mit einem günstigen Eintrittspreis von 3,80 € in eines seiner Freibäder. Für den Preisvergleich wurden die beiden Bäder Moisling und Schlutup betrachtet.
Auf dem 2. Platz im Ranking folgt Kiel. Hier werden für den Besuch im Freibad Katzheide, dem Eiderbad Hammer und dem Seebad Düsternbrook im Schnitt 3,93 € fällig. Die nachfolgenden Plätze belegen Duisburg (4 €), Mannheim (4,17 €) sowie mit je 4,20 € Hamburg und Paderborn.
Freibadbesuch in der Bundeshauptstadt am teuersten
Berlin hat in diesem Jahr ordentlich bei den Eintrittspreisen in eines seiner Freibäder aufgeschlagen. So liegt die Metropole an der Spree auf dem letzten Platz. Stolze 6,83 € (1,33 € mehr im Vergleich zum Vorjahr!) - fast doppelt so viel wie beim Spitzenreiter Lübeck – muss man als Vollzahler*in hier löhnen, um in eines der getesteten Bäder (Sommerbad Olympiastadion, Sommerbad Kreuzberg, Sommerbad Humboldthain) zu kommen. Geplante Investitionen in die maroden Bäder der Stadt werfen hier offenbar schon ihre Schatten voraus.
Osnabrück steht mit 6,60 € auf dem vorletzten Platz. Das einzige Freibad der Stadt, das Moskaubad, hat aber auch eine Monopolstellung. Vielleicht rührt der satte Preis unter anderem auch daher. München, Köln und Düsseldorf folgen mit 6,20-6,30 € Eintritt auf den weiteren Plätzen. Auch in Freiburg, Erfurt und Karlsruhe wird die 6 €-Marke geknackt.
Aber nicht nur im Freibad sind die Eintrittspreise 2025 gestiegen. Weitere Preisaufreger findest du in unserem Magazinbeitrag.
Durchschnittspreis für Freibadbesuch beträgt 5,14 €
Der Durchschnittswert aller 105 abgefragten Eintrittspreise beträgt 5,14 € und damit 31 Cent mehr, als 2024. Das entspricht einem Preisanstieg von ca. 6,42%. Insgesamt 17 Städte rufen 2025 einen höheren Durchschnittspreis für den Freibad-Besuch auf. In keiner Stadt fiel der durchschnittliche Preis für den Eintritt. Die häufigsten aufgerufenen Eintrittspreise sind mit 5,00 € (25 Mal) und 4,50 € (15 Mal) zu nennen.
Spannend ist auch der Blick auf die Unterschiede auf Freibadebene: Während man in Kiel im Eiderbad Hammer und Seebad Düsternbrook für 2,50 € den günstigsten Sprung ins kalte Nass machen kann, sind die 7 € in den Sommerbädern Kreuzberg und Humboldthain in Berlin nahezu dreimal so teuer. Bedacht werden muss natürlich, dass die Ausstattung der Bäder, die Größe der Becken und weitere Faktoren bei der Preisbildung eine wichtige Rolle spielen.
In den letzten Jahren, speziell mit Beginn der Energiekrise 2022, wurden die Eintrittspreise oftmals angehoben. Speziell bei Bädern, die weiterhin auf beheizte Becken setzen, war das zu beobachten. Aber auch Personalkosten gingen und gehen weiter in die Höhe. Viele Freibäder verringerten zwischenzeitlich deshalb die Wassertemperatur um ein bis zwei Grad, um höhere Kosten und somit teurere Eintrittspreise zu vermeiden. Bleibt abzuwarten, ob das erfrischende Vergnügen auch 2026 teurer wird. Hier und da werden weitere Preisanpassungen nach oben aber kaum vermeidbar sein, da viele Faktoren für eine Teuerung mit einbezogen werden müssen. Wir werden euch an dieser Stelle erneut die aktuellen Schwimmbad-Preise liefern.
So lässt sich beim Freibadbesuch sparen
Günstiger wird der Freibadbesuch durch eine Vielzahl an Möglichkeiten. Manche Freibäder bieten spezielle Familienticktets, bei denen auf den Einzelpreis gerechnet bis zu 25% Rabatt möglich sind. Auch Monats- oder Jahreskarten bzw. Saisonkarten können den Einzelpreis drücken. Wer also über den Sommer häufige Freibadbesuche plant, kann so sparen. Verschiedene Ermäßigungen für Kinder, Auszubildende, Rentner*innen, Menschen mit Behinderung und weitere Personengruppen bieten fast alle Freibäder an. Hier sind bis zu 70% Rabatt möglich. Mancherorts erhalten Kinder bis zu einem bestimmten Alter sogar kostenlosen Eintritt. Somit können zumindest unter bestimmten Voraussetzungen die Freibad-Kosten minimiert werden, wodurch ein leckeres Eis mehr oder ein Snack am Imbiss drin ist.
Das Freibad-Städteranking in der Übersicht
In einigen Städten gibt es nur ein oder zwei Freibäder, die wir finden konnten. Die Eintrittspreise dieser sind jedoch ebenso Bestandteil der erhobenen Daten, da sie für den Preisvergleich trotzdem zweckdienlich sind (im Übrigen erheben viele Städte, in denen es mehrere Freibäder gibt, dieselbe Gebühr für alle Bäder). Unterschiedliche Ausstattungen der Freibäder (Größe, Anzahl der Becken, Rutschen, Bistro-Angebot etc.) wurden im Vergleich nicht berücksichtigt, d.h. höhere Preise können unter Umständen auch auf eine bessere Ausstattung zurückzuführen sein.
zuletzt aktualisiert am 22.10.2025
